🇬🇧 Tipp zum Englischlernen: unregelmäßige Verben, Vokabeln und Stolperfallen

Seit zwanzig Minuten übt er seine unregelmäßigen Verben. Sie hören „bring, brought, brought“ wie ein Mantra, dann eine lange Pause, dann: „Warte, wie war das nochmal?“ Morgen früh kommt der Test zu den Verben aus der Mitte der Liste – und die Hälfte ist schon wieder vergessen.
Das Problem ist nicht der Fleiß, sondern die Methode. Eine alphabetisch sortierte Liste immer wieder durchzulesen, heißt, das Gehirn soll sich Dutzende zusammenhangslose Infos merken. Ein guter Tipp zum Englischlernen macht genau das Gegenteil: Er schafft Verbindungen. Ein Geräusch, ein Bild, ein kleiner, verrückter Satz. Das ist das Prinzip der englischen Merkhilfe.
Hier sind die Tricks, die bei Kindern wirklich funktionieren – ab CM1 bis zum Anfang des Collège: um Vokabeln zu behalten, unregelmäßige Verben zu lernen, schwierige Wörter richtig zu schreiben und falsche Freunde zu erkennen. Für keinen davon muss man zweisprachig sein. Den ersten können Sie schon heute Abend ausprobieren.
Warum ein Tipp zum Englischlernen besser ist als bloßes Wiederholen
Eine Liste mit einzelnen Wörtern ist das, was sich das Gedächtnis am schlechtesten merkt: keine Logik, keine Geschichte. Das Gehirn behält, was es mit etwas Bekanntem verknüpfen kann. Eine Merkhilfe schafft genau diesen Haken.
Für Fremdsprachen ist die bekannteste Technik die Schlüsselwort-Methode. Sie wurde in den 1970er Jahren von den amerikanischen Psychologen Richard Atkinson und Michael Raugh für russische Vokabeln beschrieben. Das Prinzip ist einfach: Man verbindet das fremde Wort mit einem ähnlich klingenden französischen Wort und denkt sich ein Bild aus, das beide Bedeutungen vereint. Das funktioniert genauso im Englischen:
- carpet (tapis) → une carpe endormie sur le tapis du salon;
- chair (chaise) → la chair de poule quand on s'assoit sur une chaise glacée;
- grapes (raisin) → une grappe de raisin.
Je verrückter das Bild, desto besser bleibt es hängen. An eine schlafende Karpfen auf dem Teppich erinnert man sich – an Zeile 47 einer Liste nie.
Der zweite Trick: testen statt lesen. Blatt umdrehen, alles aus dem Kopf aufsagen, dann kontrollieren. Das erklären wir ausführlich in unserem Artikel Wie man eine Lektion auswendig lernt – und das gilt auch fürs Englischlernen.
Englische Vokabeln schon in der Grundschule behalten
In CM1 und CM2 geht es im Englischunterricht vor allem um Wörter: Farben, Zahlen, Wochentage, Dinge im Haus. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um gute Lerngewohnheiten zu entwickeln – ganz ohne Druck.
Die Wochentage haben eine Geschichte
Drei englische Wochentage merkt man sich leicht, wenn man ihren Ursprung kennt:
- Sunday = der Tag der Sun, also der Sonne;
- Monday = der Tag des Moon, also des Mondes. Wie im Französischen: lundi ist auch der Tag des Mondes;
- Saturday = der Tag von Saturn, dem Planeten Saturn.
Für Wednesday, das am häufigsten falsch geschriebene Wochentagswort, hilft es, es in drei Teile zu lesen: „Wed – nes – day“. Dann spricht man es normal aus, aber das Auge merkt sich das versteckte d.
Fragewörter und tückische Zahlen
- Die WH-Fragen: who, what, where, when, why. Fast alle Fragewörter beginnen mit wh. Der Ausreißer ist how: Das w versteckt sich am Ende.
- -teen oder -ty? thirteen (13) und thirty (30) sehen sich sehr ähnlich. Merken Sie sich: -teen ist lang und wird betont (thir-TEEN), -ty ist kurz und die Betonung liegt am Anfang (THIR-ty). Die Zahlen von 13 bis 19 enden alle auf „teen“ – daher heißen Jugendliche im Englischen auch teenagers.
Das beschriftete Zuhause
Ein ganz einfacher Trick, um englische Vokabeln zu behalten: Kleben Sie Zettel auf die Gegenstände im Haus. door an die Tür, fridge an den Kühlschrank, window ans Fenster. Ihr Kind begegnet den Wörtern zehnmal am Tag, ganz ohne „Lernen“. Wechseln Sie die Zettel jede Woche und lassen Sie Ihr Kind die neuen selbst richtig anbringen.
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Unregelmäßige englische Verben nach Klangfamilien lernen
Der Trick, der alles verändert: niemals die Verben alphabetisch lernen, sondern nach Klangfamilien sortieren. Unregelmäßige Verben sind nicht zufällig unregelmäßig: Viele folgen denselben Mustern aus dem Altenglischen. Hat man das Muster erkannt, lernt man fünf Verben auf einmal.
| Familie | Muster | Weitere Verben | Der Aha-Moment |
|---|---|---|---|
| I → A → U | sing / sang / sung | ring, drink, swim, begin, sink | Man singt die Reihe: „i, a, u“. Eine Melodie für sechs Verben. |
| Die „-ought / -aught“-Gruppe | bring / brought / brought | buy, think, fight, catch, teach | Präteritum und Partizip sind gleich und enden mit demselben Laut, ähnlich wie „ôte“. |
| -EW → -OWN | know / knew / known | grow, throw, blow, fly | Präteritum auf -ew, Partizip auf -own: fly, flew, flown. |
| Das O in der Mitte + -EN | speak / spoke / spoken | break, wake, choose, freeze, steal | Der Vokal wechselt zu „o“, dann bekommt das Partizip ein -en. |
| Die Faulenzer | cut / cut / cut | put, let, hit, cost, hurt, shut, set | Dreimal dieselbe Form: nichts zu lernen, nur erkennen. Es sind kurze Verben. |
Zwei Stolperfallen, die Sie Ihrem Kind beim Sortieren der Liste zeigen können:
- read / read / read wird dreimal gleich geschrieben, aber unterschiedlich ausgesprochen: „riid“ im Infinitiv, „rède“ im Präteritum und Partizip. Schriftlich beruhigend, mündlich tückisch.
- be und go gehören zu keiner Familie: be, was/were, been und go, went, gone. Sie sind Einzelgänger. Die lernt man separat, ein für alle Mal.

Rechtschreibung: Merksätze, die schwierige Wörter retten
Die englischen Wörter, die französische Kinder am häufigsten falsch schreiben, sind fast immer dieselben. In englischsprachigen Schulen lernt man sie mit lustigen Sätzen – und das funktioniert.
- because → Big Elephants Can Always Understand Small Elephants. Die Anfangsbuchstaben ergeben b-e-c-a-u-s-e.
- beautiful → Big Elephants Are Ugly für den Anfang b-e-a-u, der am schwierigsten ist.
- rhythm → Rhythm Helps Your Two Hips Move. Das Wort ohne sichtbaren Vokal wird zu einem Satz.
- necessary → Ein Hemd hat einen Kragen und zwei Ärmel: nur ein c, aber zwei s.
- friend → Ein Freund bleibt bis zum Ende bei dir – und das Ende des Wortes ist end.
- separate → In sep-a-rat-e steckt a rat. Nie wieder „seperate“.
- hear → Man hört mit seinem ear (Ohr). Und here ist der Ort: „hier“.
„I before E except after C“: die Regel… und ihre Grenzen
Das ist der berühmteste Rechtschreibreim im Englischen: i vor e, außer nach c. So erklärt man believe, piece, field auf der einen Seite, receive, ceiling auf der anderen.
Ein ehrlicher Hinweis, um Enttäuschungen zu vermeiden: Die Regel gilt vor allem, wenn man den Laut „ii“ hört. Die lange Version ergänzt or when sounded as A, as in neighbour and weigh, was eight oder weight erklärt. Und es gibt ein paar Ausnahmen, die man auswendig lernen muss, wie weird, seize oder either. In der Grundschule reicht die Kurzversion völlig.
Falsche Freunde: eine Mini-Geschichte pro Wort
Falsche Freunde kosten bei jeder Arbeit Punkte, weil sie nicht klingen wie ein Fehler. Die Lösung ist immer gleich: ein kleines Bild im Kopf, einmal gelernt, das die Bedeutung fest verankert.
- actually = eigentlich, in Wirklichkeit (und nicht „aktuell“). „Aktuell“ heißt eher currently: Denk an den Strom, der jetzt fließt.
- library = Bibliothek. Dort ist man frei zu gehen, ohne zu zahlen; die Buchhandlung ist der bookshop.
- eventually = schließlich, letztendlich. Das event (Ereignis) passiert am Ende immer.
- sensible = vernünftig, mit gesundem Menschenverstand. „Sensible“ im französischen Sinn heißt sensitive.
- to attend = teilnehmen an. Man wartet nicht: Man ist schon im Raum. „Warten“ heißt to wait.
- a journey = eine Fahrt, eine Reise. Der Tag ist a day.
- to pass an exam = eine Prüfung bestehen. „Eine Prüfung ablegen“ sagt man to take an exam.
Machen Sie daraus eine Wand: sieben kleine Karten, englisches Wort vorne, Mini-Geschichte hinten, an die Innenseite einer Tür geklebt, die man täglich öffnet. So begegnet man ihnen dutzende Male pro Woche, ganz nebenbei. Das funktioniert genauso für die unveränderlichen Wörter im Französischen.

Das 5-Verben-Ritual: So lernt man Englisch, ohne stundenlang zu büffeln
Eine Eselsbrücke ersetzt nicht das Wiederholen, aber sie macht es kurz. Das Tempo, das ein Schuljahr durchhält, ist einfach: fünf Verben pro Woche, aus derselben Familie, und jeden Tag ein paar Minuten. Nicht eine Stunde am Sonntagabend.
- Montag: auswählen. Fünf Verben aus derselben Klangfamilie, handschriftlich auf fünf kleine Kärtchen: Englisch vorne, Französisch hinten.
- Dienstag: aussprechen. Die drei Formen laut sagen und dabei in die Hände klatschen: sing, sang, sung. Der Rhythmus macht die halbe Arbeit.
- Mittwoch wird geschrieben. Die fünf Merksätze der Woche, Karten umgedreht. Danach korrigiert er selbst.
- Donnerstag wird angewendet. Zu jedem Verb einen eigenen Satz erfinden, auch wenn er holprig ist: „I drank my milk.“ Ein Verb, das man benutzt, bleibt besser im Kopf als eines, das man nur aufsagt.
- Freitag wird gemischt. Die fünf Verben der Woche, plus ein paar alte, zufällig ausgewählt. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass die Verben aus den Vorwochen nicht vergessen werden.
Woche für Woche wächst die Karteibox – ganz ohne stundenlanges Pauken am Abend. Heben Sie sie auf: Sie wird während der gesamten Collège-Zeit wieder gebraucht.
Drei Fehler, die Zeit kosten
Merkhilfen funktionieren – solange man sie nicht gegen sich selbst verwendet.
- Für alles eine Eselsbrücke wollen. Eine Eselsbrücke hilft bei einem bestimmten Stolperstein, ersetzt aber nicht das Lernen. Die regelmäßigen Verben auf -ed brauchen keinen Zauberspruch.
- Die Eselsbrücke für das Kind erfinden. Ein Bild, das das Kind selbst erfindet, bleibt viel besser hängen als Ihres. Erklären Sie das Prinzip, lassen Sie es selbst eine lustige Idee finden.
- Alles am Vorabend geben. Eine Eselsbrücke, die erst am Abend vor dem Test entdeckt wird, geht mit dem Rest wieder verloren. Sie sollte vorher sitzen, bevor sie gebraucht wird.
Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Unsere Auswahl der unverzichtbaren Merkhilfen deckt Französisch, Mathe und Geschichte nach demselben Prinzip ab. Und wenn Ihr Kind bald ins Collège kommt, hilft unser Artikel zur Vorbereitung auf den Start in die 6e dabei, gute Gewohnheiten zu entwickeln.
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Merken Sie sich vor allem: Eine Eselsbrücke pro Stolperstein, maximal zwei pro Abend, und jeden Tag ein bisschen. Englisch wird wieder zum Spiel – und unregelmäßige Verben zu einer einfachen Melodie.
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Ihre Fragen
Was ist die beste Eselsbrücke, um einem Kind Englisch beizubringen?
Für Vokabeln eignet sich die Schlüsselwort-Methode: Man verbindet das englische Wort mit einem ähnlich klingenden französischen Wort und stellt sich eine lustige Szene vor (eine Karpfen auf einem Teppich für „carpet“). Bei unregelmäßigen Verben sortiert man sie besser nach Klangfamilien als alphabetisch. In beiden Fällen gilt: lieber abfragen als nur lesen.
Ab welchem Alter sollte man Merkhilfen für Englisch nutzen?
Ab CM1-CM2 für Vokabeln: Wochentage, Zahlen, Dinge im Haus. Die Familien der unregelmäßigen Verben werden ab der 6e und 5e richtig nützlich, wenn die Liste ins Heft kommt. Wichtig ist, die Einheiten kurz und spielerisch zu halten.
Wie kann man englische unregelmäßige Verben lernen, ohne Stunden zu investieren?
Nehmen Sie fünf Verben aus derselben Familie pro Woche, zum Beispiel sing, ring, drink, swim und begin. Ein paar Minuten täglich reichen: laut sprechen, auswendig schreiben, in einen Satz einbauen und am Freitag mit alten mischen. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer.
Wie viele unregelmäßige Verben sollte man zu Beginn des Collège kennen?
Die Listen im Collège sind lang, aber ein kleiner Teil kommt immer wieder: be, have, do, go, say, make, take, come, see, get, know, think, give. Fangen Sie mit diesen an und gehen Sie dann Familie für Familie weiter. Der Rest kommt mit der Zeit.
Mein Kind verwechselt zwei Eselsbrücken – was tun?
Das ist oft ein Zeichen, dass es zu viele auf einmal bekommen hat. Behalten Sie die, die es am liebsten mag – am besten eine selbst erfundene – und warten Sie eine Woche, bevor Sie eine neue hinzufügen. Zwei sichere Eselsbrücken sind besser als sechs halbe.
Sollte man die Aussprache gleichzeitig mit der Rechtschreibung lernen?
Ja, genau das macht die Verb-Familien so effektiv: Sie sind zuerst nach dem Klang sortiert. Lassen Sie Ihr Kind die drei Formen laut sagen, bevor es sie schreibt. Das Verb read, das geschrieben gleich aussieht, aber unterschiedlich gesprochen wird, zeigt gut, dass Ohr und Auge verschieden lernen.


