✏️ Liste der Grundschulmaterialien: Der Anti-Verschwendungs-Guide von CP bis CM2

🎒 Den Schulstart vorbereiten 📅 23. August 2026⏱️ 6 Minuten LesezeitKidibook Redaktion
Ein Elternteil und sein Kind vergleichen ruhig zwei Hefte im Schreibwarenladen, mit einem Korb voller Schulsachen für den Schulstart in der Hand

Jedes Jahr Ende August das gleiche Bild: In der einen Hand ein Zettel von der Schule, in der anderen ein Einkaufswagen, und das Schreibwarenregal quillt über vor bunten Dingen, von denen niemand so recht weiß, wofür sie gut sind. Die Liste der Grundschulmaterialien hat die besondere Fähigkeit, doppelt so viel Geld auszugeben – und trotzdem muss man im November schon wieder Kleber nachkaufen. Hier kommt die clevere Version: Was sich wirklich von CP bis CM2 ändert, was man vom Vorjahr wiederverwenden kann, was man doppelt kaufen sollte und welche Fallen im Schreibwarenregal lauern.

Liste der Grundschulmaterialien: Warum es keine nationale Liste gibt

Fangen wir mit dem Punkt an, der am meisten spart: Es gibt keine einheitliche nationale Liste für die Grundschule. Das Bildungsministerium gibt zwar Empfehlungen, um Schulranzen und Rechnungen zu erleichtern, aber die Liste, die für Ihr Kind zählt, ist die, die die Lehrkraft aushändigt – meist Anfang Juli, manchmal erst am ersten Schultag.

Zwei Klassen auf demselben Niveau, in derselben Schule, haben nicht dieselbe Liste: Die eine verlangt eine Sammelmappe, die andere einen Ordner. Das ist normal – und deshalb ist "auf Vorrat kaufen" teuer.

Die richtige Methode besteht aus drei Schritten:

  • Vor der Liste: Nur universelle Verbrauchsmaterialien kaufen – Kleber, Bleistifte, Radiergummis, Buntstifte, Filzstifte. Da kann man nichts falsch machen.
  • Nach Erhalt der Liste: Die genauen Formate kaufen (Hefte, Lineaturen, Umschläge, Ordner) – und sonst nichts.
  • Mitte September: Fehlendes ergänzen, wenn die Klasse richtig gestartet ist und der Trubel vorbei ist.
Kidibook-TippBevor Sie irgendetwas kaufen, drucken Sie unser kostenloses Aktivitätenheft aus und holen Sie die Filzstifte vom letzten Jahr hervor. Nach zehn Minuten Ausmalen sagt Ihr Kind Ihnen selbst, welche nicht mehr funktionieren – und Sie haben eine ehrliche Nachkaufliste, keine grobe Schätzung.

Die Liste zum Schulstart, Stufe für Stufe (von CP bis CM2)

Von einer Stufe zur nächsten ändert sich der Inhalt des Mäppchens kaum: Bleistift, Radiergummi, Kleber, Schere mit runder Spitze, Anspitzer mit Auffangbehälter, Buntstifte, Filzstifte. Was sich ändert, sind das Schreiben, die Heftformate und ein paar neue Werkzeuge, die im Laufe der Jahre dazukommen:

StufeWas ins Mäppchen kommtHefte und LineaturDas entscheidende Detail
CPAbwischbare Tafel und passende Stifte, Bleistift, der gut in der Hand liegtKleines Format, breite Lineatur (Seyès 3 mm oder Doppelzeile je nach Klasse)Alles mit dem Vornamen beschriften: Mit sechs Jahren kommt nichts von allein zurück
CE1Oft der erste blaue KugelschreiberKlassisches Seyès, meist Format 17×22Kleber ist doppelt so schnell leer wie gedacht
CE2Feste, flache 20-cm-Lineal, manchmal Füller und TintenkillerDas große Format 21×29,7 kommt dazuErster eigener Kalender oder Hausaufgabenheft
CM1Einfacher Zirkel, Textmarker, GeodreieckGroßes Format, Sammelmappe oder flexibler OrdnerAuf die Anzahl der Ringe und die Dicke des geforderten Ordners achten
CM2Zirkel, Junior-Wörterbuch, manchmal ein einfacher TaschenrechnerOrdner, Trennblätter, KlarsichthüllenWas dieses Jahr gekauft wird, wird oft auch in der 6ᵉ noch gebraucht

Zwei hilfreiche Hinweise: In der maternelle (Vorschule) beschränkt sich die Liste fast immer auf eine Tasche, eine Packung Taschentücher, Wechselkleidung und Hausschuhe – kein Mäppchen nötig, das Material bleibt in der Klasse. Und wenn Sie im Internet nach „Liste fournitures CE1“, „Liste fournitures CE2“, „Liste fournitures CM1“ oder „Liste fournitures CM2“ suchen, finden Sie sehr umfangreiche Listen: Das sind Sammlungen aus mehreren Schulen, nicht das, was die Lehrkraft erwartet.

Was man vom Vorjahr wiederverwenden kann (und was wirklich wegkommt)

Das ist die schnellste Ersparnis zum Schulstart. Leeren Sie mit Ihrem Kind den Ranzen vom Juni auf den Tisch und machen Sie drei Stapel:

  • Kommt wieder mit: Schere, Lineal, Geodreieck, Zirkel, Anspitzer, Mäppchen, Ranzen, Buntstifte, Tafel. Diese Dinge halten oft Jahre. Einmal abwischen genügt.
  • Zum Testen: Filzstifte (ein Strich auf einem Blatt, fertig), angebrochene Klebestifte, Stifte, Radiergummis, die zwar dunkel, aber noch ganz sind.
  • Wirklich aussortieren: ausgetrocknete Filzstifte, verhärteter Kleber, vollgeschriebene Hefte. Ein halbvolles Heft hingegen ist zu Hause ein perfektes Schmierheft.

Der Schulranzen ist der spannendste Fall: Man kauft ihn oft reflexartig neu, dabei hält er drei bis vier Jahre. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der Rücken des Kindes: breite, gepolsterte Träger, verstärkte Rückenpartie und ein Gewicht, das das Kind beim Tragen nicht nach vorne kippen lässt. Testen Sie den Ranzen befüllt, bevor die Schule losgeht – das sagt mehr als jedes Etikett.

Die Schulsachen vom letzten Jahr sortiert auf dem Küchentisch: Auf der einen Seite das, was wiederverwendet wird, auf der anderen die ausgetrockneten Filzstifte zum Wegwerfen
Drei Stapel auf dem Küchentisch: was wiederverwendet wird, was getestet wird, was wirklich wegkommt. Zehn Minuten, und die Einkaufsliste ist nur noch halb so lang.

Was Sie schon im August doppelt kaufen sollten

Manche Materialien gehen nicht verloren – sie verschwinden einfach. Wenn Sie im August doppelt kaufen, sparen Sie sich drei Notfall-Einkäufe an einem Sonntagabend im November.

  • Klebestifte: der unangefochtene Spitzenreiter. Lieber großzügig einkaufen und einen für die Hausaufgaben zu Hause bereithalten.
  • Bleistifte und Radiergummis: Sie wandern von einem Mäppchen ins nächste und kommen selten zurück.
  • Blaue Stifte ab dem CE1 und Tintenpatronen, falls die Lehrkraft einen Füller verlangt.
  • Whiteboard-Marker im CP: Sie trocknen in wenigen Wochen aus – das ist ganz normal.

Hefte, Umschläge, Ordner und Trennblätter sollten Sie hingegen niemals doppelt kaufen: Genau diese Artikel ändern von Klasse zu Klasse ihr Format und bleiben sonst jahrelang ungenutzt im Regal liegen.

Kidibook-TippRichten Sie zu Hause eine „Reservebox“ ein: eine Schuhschachtel mit den doppelten Materialien, griffbereit am Hausaufgabenplatz. Fehlt etwas im Mäppchen, kann Ihr Kind sich selbst bedienen. Sie sparen sich einen Gang zum Laden und Ihr Kind lernt eine Organisationsroutine, die weit über die Grundschule hinaus nützlich ist – ganz im Sinne der Hausaufgabenroutine.

Schullisten Grundschule: Die 5 Fallen im Schreibwarenregal

Das Back-to-School-Regal setzt auf zwei Gefühle: das schlechte Gewissen der Eltern und die Begeisterung der Kinder. Die fünf klassischen Fallen:

  1. Lizenzprodukte. Das gleiche Heft mit einer Figur auf dem Cover kostet oft das Doppelte. Der beste Kompromiss: Lizenz auf Mäppchen oder Ranzen (sichtbar, vom Kind ausgesucht), günstige Hefte – die werden ohnehin von der Lehrkraft eingeschlagen.
  2. Das fertig gefüllte Mäppchen. Es beruhigt, enthält aber oft fünfzehn mittelmäßige Filzstifte und keines der wirklich geforderten Materialien. Stellen Sie das Mäppchen lieber selbst zusammen.
  3. Das „Schulstart-Paket“ aus dem Laden. Es ist auf den Laden zugeschnitten, nicht auf die Klasse Ihres Kindes. Vergleichen Sie es Zeile für Zeile mit der Liste der Lehrkraft, bevor Sie zugreifen.
  4. Material für „Große“. Zirkel mit Metallspitze im CE1, wissenschaftlicher Taschenrechner im CM1: zu früh gekauft, bevor sie gebraucht werden, gehen sie meist kaputt oder verloren.
  5. Papier-Vorrat. Doppelblätter, Mappen, lose Blätter: Man kauft für das ganze Jahr, nutzt aber nur ein Drittel. Im August reicht ein Paket – falls mehr gebraucht wird, sagt die Lehrkraft Bescheid.

Für das Budget gibt es zwei praktische Tipps: Verteilen Sie die Einkäufe auf zwei oder drei Wochen statt auf einen einzigen Großeinkauf und prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf die Einschulungsbeihilfe (ARS) haben, die von der CAF oder MSA für Kinder von 6 bis 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird. Viele Familien wissen gar nicht, dass sie berechtigt sind.

Ein Kind packt am Vorabend des Schulstarts sein Mäppchen und schreibt seinen Namen auf die Sachen, der Schulranzen liegt daneben
Das Mäppchen wird zu Hause Stück für Stück zusammengestellt: Das ist günstiger als ein fertig gefülltes Mäppchen und entspricht viel eher der Schulliste.

Einkaufen zum Schulstart – stressfrei mit Ihrem Kind

Das Kind mitzunehmen ist eine gute Idee: Es wählt selbst und fühlt sich so für den Schulstart verantwortlich. Wichtig ist, die Regeln vor dem Betreten des Ladens zu klären, nicht erst mittendrin. Drei Sätze reichen: „Wir halten uns an die Liste der Lehrerin“, „Du suchst das Mäppchen aus“, „Eine Sache darfst du frei wählen, du entscheidest welche.“ Dieser Joker entschärft fast jede Verhandlung – das Kind hebt ihn sich für das auf, was ihm wirklich wichtig ist.

Wenn der Schulstart mehr als nur Vorfreude auslöst – Bauchweh, abendliche Fragen, unruhiger Schlaf – ist das Material nur ein Teil des Themas. Zwei ergänzende Artikel: Schlaf vor dem Schulstart wieder in den Griff bekommen und ein Kind bei Schulstart-Stress unterstützen. Ein gut vorbereitetes Mäppchen beruhigt, aber ein ausgeschlafenes Kind, das weiß, wie sein Montag aussieht, noch viel mehr.

Kidibook-TippAm Abend vor dem Schulstart reichen zehn Minuten: Gemeinsam das Mäppchen füllen, die letzten Namen beschriften, den Ranzen an die Tür stellen. Und merken Sie sich für später im Jahr die Kidibook-Merkhilfen: Sie sind das kleine Sicherheitsnetz vor dem ersten Test und machen aus Materialien echte Werkzeuge statt lästige Pflicht.

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Ihre Fragen

Welche Materialien sind in der Grundschule wirklich Pflicht?

Streng genommen keine: In öffentlichen Schulen ist der Unterricht kostenlos und das Gemeinschaftsmaterial wird gestellt. Die Liste der Lehrkraft ist eine Empfehlung, um Ihr Kind auszustatten, keine Rechnung. In der Praxis ist ein Kind ohne Mäppchen den ganzen Tag benachteiligt, deshalb hält man sich daran. Wenn das Budget knapp ist, sprechen Sie mit der Lehrkraft oder der Schulleitung: Die meisten Schulen haben einen Vorrat und niemand wird Sie verurteilen.

Kann man Materialien vom Vorjahr weiterverwenden?

Ja, das ist die beste Sparmöglichkeit zum Schulstart. Schere, Lineal, Geodreieck, Zirkel, Spitzer, Mäppchen, Ranzen und Buntstifte halten mehrere Jahre. Testen Sie die Filzstifte mit einem Strich auf Papier, nutzen Sie angebrochene Klebestifte zu Hause und kaufen Sie nur Hefte und Umschläge neu, deren Format sich von Klasse zu Klasse ändert.

Sollte man Materialien kaufen, bevor die Schulliste da ist?

Nur die universellen Verbrauchsmaterialien: Kleber, Bleistifte, Radiergummis, Buntstifte, Filzstifte. Sie werden immer gebraucht. Alles, was ein bestimmtes Format hat – Hefte, Lineaturen, Umschläge, Ordner, Anzahl der Ringe – wartet auf die Liste der Lehrkraft, sonst kaufen Sie doppelt. Und heben Sie in der ersten Woche die Kassenbons auf.

Wie kann man bei Schulmaterial sparen?

Vier einfache Tipps: Altes Material vor dem Einkauf aussortieren, die Einkäufe auf zwei bis drei Wochen verteilen statt alles auf einmal, Lizenzprodukte auf ein sichtbares Teil beschränken (Mäppchen oder Ranzen) und prüfen, ob Sie Anspruch auf die Einschulungsbeihilfe haben, die von der CAF oder MSA für Kinder von 6 bis 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird – die Bedingungen und Beträge werden jährlich auf caf.fr aktualisiert.

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