✏️ Liste der Grundschulmaterialien: Der Anti-Verschwendungs-Guide von CP bis CM2

Jedes Jahr Ende August das gleiche Bild: In der einen Hand ein Zettel von der Schule, in der anderen ein Einkaufswagen, und das Schreibwarenregal quillt über vor bunten Dingen, von denen niemand so recht weiß, wofür sie gut sind. Die Liste der Grundschulmaterialien hat die besondere Fähigkeit, doppelt so viel Geld auszugeben – und trotzdem muss man im November schon wieder Kleber nachkaufen. Hier kommt die clevere Version: Was sich wirklich von CP bis CM2 ändert, was man vom Vorjahr wiederverwenden kann, was man doppelt kaufen sollte und welche Fallen im Schreibwarenregal lauern.
Liste der Grundschulmaterialien: Warum es keine nationale Liste gibt
Fangen wir mit dem Punkt an, der am meisten spart: Es gibt keine einheitliche nationale Liste für die Grundschule. Das Bildungsministerium gibt zwar Empfehlungen, um Schulranzen und Rechnungen zu erleichtern, aber die Liste, die für Ihr Kind zählt, ist die, die die Lehrkraft aushändigt – meist Anfang Juli, manchmal erst am ersten Schultag.
Zwei Klassen auf demselben Niveau, in derselben Schule, haben nicht dieselbe Liste: Die eine verlangt eine Sammelmappe, die andere einen Ordner. Das ist normal – und deshalb ist "auf Vorrat kaufen" teuer.
Die richtige Methode besteht aus drei Schritten:
- Vor der Liste: Nur universelle Verbrauchsmaterialien kaufen – Kleber, Bleistifte, Radiergummis, Buntstifte, Filzstifte. Da kann man nichts falsch machen.
- Nach Erhalt der Liste: Die genauen Formate kaufen (Hefte, Lineaturen, Umschläge, Ordner) – und sonst nichts.
- Mitte September: Fehlendes ergänzen, wenn die Klasse richtig gestartet ist und der Trubel vorbei ist.
Die Liste zum Schulstart, Stufe für Stufe (von CP bis CM2)
Von einer Stufe zur nächsten ändert sich der Inhalt des Mäppchens kaum: Bleistift, Radiergummi, Kleber, Schere mit runder Spitze, Anspitzer mit Auffangbehälter, Buntstifte, Filzstifte. Was sich ändert, sind das Schreiben, die Heftformate und ein paar neue Werkzeuge, die im Laufe der Jahre dazukommen:
| Stufe | Was ins Mäppchen kommt | Hefte und Lineatur | Das entscheidende Detail |
|---|---|---|---|
| CP | Abwischbare Tafel und passende Stifte, Bleistift, der gut in der Hand liegt | Kleines Format, breite Lineatur (Seyès 3 mm oder Doppelzeile je nach Klasse) | Alles mit dem Vornamen beschriften: Mit sechs Jahren kommt nichts von allein zurück |
| CE1 | Oft der erste blaue Kugelschreiber | Klassisches Seyès, meist Format 17×22 | Kleber ist doppelt so schnell leer wie gedacht |
| CE2 | Feste, flache 20-cm-Lineal, manchmal Füller und Tintenkiller | Das große Format 21×29,7 kommt dazu | Erster eigener Kalender oder Hausaufgabenheft |
| CM1 | Einfacher Zirkel, Textmarker, Geodreieck | Großes Format, Sammelmappe oder flexibler Ordner | Auf die Anzahl der Ringe und die Dicke des geforderten Ordners achten |
| CM2 | Zirkel, Junior-Wörterbuch, manchmal ein einfacher Taschenrechner | Ordner, Trennblätter, Klarsichthüllen | Was dieses Jahr gekauft wird, wird oft auch in der 6ᵉ noch gebraucht |
Zwei hilfreiche Hinweise: In der maternelle (Vorschule) beschränkt sich die Liste fast immer auf eine Tasche, eine Packung Taschentücher, Wechselkleidung und Hausschuhe – kein Mäppchen nötig, das Material bleibt in der Klasse. Und wenn Sie im Internet nach „Liste fournitures CE1“, „Liste fournitures CE2“, „Liste fournitures CM1“ oder „Liste fournitures CM2“ suchen, finden Sie sehr umfangreiche Listen: Das sind Sammlungen aus mehreren Schulen, nicht das, was die Lehrkraft erwartet.
Was man vom Vorjahr wiederverwenden kann (und was wirklich wegkommt)
Das ist die schnellste Ersparnis zum Schulstart. Leeren Sie mit Ihrem Kind den Ranzen vom Juni auf den Tisch und machen Sie drei Stapel:
- Kommt wieder mit: Schere, Lineal, Geodreieck, Zirkel, Anspitzer, Mäppchen, Ranzen, Buntstifte, Tafel. Diese Dinge halten oft Jahre. Einmal abwischen genügt.
- Zum Testen: Filzstifte (ein Strich auf einem Blatt, fertig), angebrochene Klebestifte, Stifte, Radiergummis, die zwar dunkel, aber noch ganz sind.
- Wirklich aussortieren: ausgetrocknete Filzstifte, verhärteter Kleber, vollgeschriebene Hefte. Ein halbvolles Heft hingegen ist zu Hause ein perfektes Schmierheft.
Der Schulranzen ist der spannendste Fall: Man kauft ihn oft reflexartig neu, dabei hält er drei bis vier Jahre. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der Rücken des Kindes: breite, gepolsterte Träger, verstärkte Rückenpartie und ein Gewicht, das das Kind beim Tragen nicht nach vorne kippen lässt. Testen Sie den Ranzen befüllt, bevor die Schule losgeht – das sagt mehr als jedes Etikett.

Was Sie schon im August doppelt kaufen sollten
Manche Materialien gehen nicht verloren – sie verschwinden einfach. Wenn Sie im August doppelt kaufen, sparen Sie sich drei Notfall-Einkäufe an einem Sonntagabend im November.
- Klebestifte: der unangefochtene Spitzenreiter. Lieber großzügig einkaufen und einen für die Hausaufgaben zu Hause bereithalten.
- Bleistifte und Radiergummis: Sie wandern von einem Mäppchen ins nächste und kommen selten zurück.
- Blaue Stifte ab dem CE1 und Tintenpatronen, falls die Lehrkraft einen Füller verlangt.
- Whiteboard-Marker im CP: Sie trocknen in wenigen Wochen aus – das ist ganz normal.
Hefte, Umschläge, Ordner und Trennblätter sollten Sie hingegen niemals doppelt kaufen: Genau diese Artikel ändern von Klasse zu Klasse ihr Format und bleiben sonst jahrelang ungenutzt im Regal liegen.
Schullisten Grundschule: Die 5 Fallen im Schreibwarenregal
Das Back-to-School-Regal setzt auf zwei Gefühle: das schlechte Gewissen der Eltern und die Begeisterung der Kinder. Die fünf klassischen Fallen:
- Lizenzprodukte. Das gleiche Heft mit einer Figur auf dem Cover kostet oft das Doppelte. Der beste Kompromiss: Lizenz auf Mäppchen oder Ranzen (sichtbar, vom Kind ausgesucht), günstige Hefte – die werden ohnehin von der Lehrkraft eingeschlagen.
- Das fertig gefüllte Mäppchen. Es beruhigt, enthält aber oft fünfzehn mittelmäßige Filzstifte und keines der wirklich geforderten Materialien. Stellen Sie das Mäppchen lieber selbst zusammen.
- Das „Schulstart-Paket“ aus dem Laden. Es ist auf den Laden zugeschnitten, nicht auf die Klasse Ihres Kindes. Vergleichen Sie es Zeile für Zeile mit der Liste der Lehrkraft, bevor Sie zugreifen.
- Material für „Große“. Zirkel mit Metallspitze im CE1, wissenschaftlicher Taschenrechner im CM1: zu früh gekauft, bevor sie gebraucht werden, gehen sie meist kaputt oder verloren.
- Papier-Vorrat. Doppelblätter, Mappen, lose Blätter: Man kauft für das ganze Jahr, nutzt aber nur ein Drittel. Im August reicht ein Paket – falls mehr gebraucht wird, sagt die Lehrkraft Bescheid.
Für das Budget gibt es zwei praktische Tipps: Verteilen Sie die Einkäufe auf zwei oder drei Wochen statt auf einen einzigen Großeinkauf und prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf die Einschulungsbeihilfe (ARS) haben, die von der CAF oder MSA für Kinder von 6 bis 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird. Viele Familien wissen gar nicht, dass sie berechtigt sind.

Einkaufen zum Schulstart – stressfrei mit Ihrem Kind
Das Kind mitzunehmen ist eine gute Idee: Es wählt selbst und fühlt sich so für den Schulstart verantwortlich. Wichtig ist, die Regeln vor dem Betreten des Ladens zu klären, nicht erst mittendrin. Drei Sätze reichen: „Wir halten uns an die Liste der Lehrerin“, „Du suchst das Mäppchen aus“, „Eine Sache darfst du frei wählen, du entscheidest welche.“ Dieser Joker entschärft fast jede Verhandlung – das Kind hebt ihn sich für das auf, was ihm wirklich wichtig ist.
Wenn der Schulstart mehr als nur Vorfreude auslöst – Bauchweh, abendliche Fragen, unruhiger Schlaf – ist das Material nur ein Teil des Themas. Zwei ergänzende Artikel: Schlaf vor dem Schulstart wieder in den Griff bekommen und ein Kind bei Schulstart-Stress unterstützen. Ein gut vorbereitetes Mäppchen beruhigt, aber ein ausgeschlafenes Kind, das weiß, wie sein Montag aussieht, noch viel mehr.
Möchten Sie diese Tipps in die Praxis umsetzen?
Jeden Tag ein neues Abenteuerheft, angepasst an die Klasse Ihres Kindes – zum Ausdrucken oder am Bildschirm bearbeiten. Ohne Verpflichtung.
Ihre Fragen
Welche Materialien sind in der Grundschule wirklich Pflicht?
Streng genommen keine: In öffentlichen Schulen ist der Unterricht kostenlos und das Gemeinschaftsmaterial wird gestellt. Die Liste der Lehrkraft ist eine Empfehlung, um Ihr Kind auszustatten, keine Rechnung. In der Praxis ist ein Kind ohne Mäppchen den ganzen Tag benachteiligt, deshalb hält man sich daran. Wenn das Budget knapp ist, sprechen Sie mit der Lehrkraft oder der Schulleitung: Die meisten Schulen haben einen Vorrat und niemand wird Sie verurteilen.
Kann man Materialien vom Vorjahr weiterverwenden?
Ja, das ist die beste Sparmöglichkeit zum Schulstart. Schere, Lineal, Geodreieck, Zirkel, Spitzer, Mäppchen, Ranzen und Buntstifte halten mehrere Jahre. Testen Sie die Filzstifte mit einem Strich auf Papier, nutzen Sie angebrochene Klebestifte zu Hause und kaufen Sie nur Hefte und Umschläge neu, deren Format sich von Klasse zu Klasse ändert.
Sollte man Materialien kaufen, bevor die Schulliste da ist?
Nur die universellen Verbrauchsmaterialien: Kleber, Bleistifte, Radiergummis, Buntstifte, Filzstifte. Sie werden immer gebraucht. Alles, was ein bestimmtes Format hat – Hefte, Lineaturen, Umschläge, Ordner, Anzahl der Ringe – wartet auf die Liste der Lehrkraft, sonst kaufen Sie doppelt. Und heben Sie in der ersten Woche die Kassenbons auf.
Wie kann man bei Schulmaterial sparen?
Vier einfache Tipps: Altes Material vor dem Einkauf aussortieren, die Einkäufe auf zwei bis drei Wochen verteilen statt alles auf einmal, Lizenzprodukte auf ein sichtbares Teil beschränken (Mäppchen oder Ranzen) und prüfen, ob Sie Anspruch auf die Einschulungsbeihilfe haben, die von der CAF oder MSA für Kinder von 6 bis 18 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird – die Bedingungen und Beträge werden jährlich auf caf.fr aktualisiert.


